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Sicheres Fahren

STRESS

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Zeitdruck und verstopfte Straßen gehören zum Alltag auf Österreichs Straßen, damit ist Stress am Steuer vorprogrammiert. Der Stress wiederum erschwert es dem Fahrer sich aufs Fahren zu konzentrieren, weshalb es zu Fehlern und schlimmstenfalls zum Unfall kommt. Durch eine gute Routenplanung, ein angemessenes Zeitmanagement, eine kritische Selbstkontrolle vor und während der Fahrt sowie eine vorausschauende Fahrweise kann jedoch vermieden werden, dass einen bspw. der stressige Arbeitstag im Fahrzeug aus der Ruhe bringt. Fahranfänger sollten aufgrund ihrer fehlenden Fahrpraxis außerdem auf jede Art von Ablenkung während der Fahrt (vor allem Smartphone-Benutzung aber auch zB lärmende Mitfahrer) verzichten und mit Hilfe von Verkehrsinformationsdiensten Stresssituationen wie Staus aktiv vermeiden.   Um Zeit zu sparen, wird in Stresssituationen oft das Gaspedal strapaziert. Untersuchungen zeigen jedoch, dass selbst auf mehreren hundert Kilometern auf diese Weise nur wenige Minuten eingespart werden können. Demgegenüber steht neben einem erhöhten Unfallrisiko ein wesentlich höherer Benzinverbrauch und im Falle von Gesetzesübertretungen, die Gefahr der Sanktionierung. Befragungen von Unfallfahrern zeigen weiterhin, dass Verkehrsunfälle aufgrund von überhöhter bzw. unangepasster Geschwindigkeit oder eines zu geringen Sicherheitsabstands oftmals auf Stress zurückzuführen sind. Stress und dessen Auswirkungen spielen demzufolge auch im Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen eine große Rolle.   Stress-Test zur Ermittlung der aktuellen Stressbelastung

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ÄRGER & AGGRESSIONEN

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Fahranfänger geben an, sich im Straßenverkehr häufig aggressiv und zudem aggressiver als sonst zu verhalten. Ohne Zweifel stellt aggressives Verhalten jedoch ein generelles Problem auf Österreichs Straßen dar. Die Mehrheit der Österreicher ist sogar der Meinung, dass Aggressionen im Straßenverkehr zunehmen. Aus Sicht der Forschung erscheint diese Vermutung aufgrund der gestiegenen Anforderungen im Berufs- und Privatleben, der höheren Verkehrsdichte sowie der damit verbundenen Neigung, seinen Frust in der Öffentlichkeit auszuleben, durchaus begründet. Entgegen der landläufigen Meinung gibt es aus Sicht der Wissenschaft jedoch keinen typischen Verkehrsrowdys. Vielmehr kann jeder unter bestimmten Umständen zum Rowdy werden. Denn wem gelingt es schon, die Ruhe zu bewahren und nicht ebenfalls zu provozieren, wenn die oder der hinter einem Fahrende zu dicht auffährt, wild gestikuliert, die Lichthupe oder gar die Hupe betätigt, nur um sich Platz zu verschaffen. Erfreulich ist, dass in der Bevölkerung dennoch strengere Strafen für Aggressionsdelikte wie Rasen und Drängeln abgelehnt werden und stattdessen an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, insbesondere der Autofahrerinnen und -fahrer, appelliert wird, gegenseitig mehr Rücksicht zu nehmen.   Aggressionstaten im Straßenverkehr gehen in der Regel mit groben Regelverstößen wie deutliche Geschwindigkeitsübertretungen, Drängeln und rechts Überholen einher. Da derartige Delikte für etwa ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle verantwortlich sind, scheinen Aggressionen die Verkehrssicherheit massiv zu beeinträchtigen. Video mit Serdar Somuncu „Aggression ist nicht lustig“

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RISIKOBEREITSCHAFT

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Wie alle Autofahrer schätzen auch Fahranfänger ihren Fahrstil als sicher und sich selbst als gute Autofahrer ein. Im Alltag werden sie in dieser Annahme noch bestätigt, da riskante Fahrmanöver oder Fahrfehler selten unmittelbar negative Konsequenzen nach sich ziehen. Dadurch entsteht der Irrglaube das Fahrzeug im Griff zu haben und den Gefahren des Straßenverkehrs gewachsen zu sein. Gepaart mit dem sogenannten jugendspezifischen Risikoverhalten, der Suche nach Situationen mit ungewissem Ausgang, sei es aus Neugierde, auf der Suche nach Anerkennung oder einfach nur zum Spaß, endet dies früher oder später doch in einem Verkehrsunfall. Das berechtigte Motto der Jugend „No risk, no fun“ – nur wer Unbekanntes wagt und sich auf Unvorhergesehenes einlässt, kann seinen Horizont erweitern – sollte daher in anderen Lebensbereichen (z.B. im Sport) ausgelebt werden, da das unvermeidliche Anfängerrisiko jungen Erwachsenen das Überleben auf der Straße bereits schwer genug macht.   Im Alter von 18 bis 24 Jahren ist das Risiko eines Verkehrsunfalls am größten. Aufgrund von Fahrfehlern kommt es in den Abend- und Nachtstunden am Wochenende oder auch an Feiertagen häufig zu Unfällen mit schwerwiegenden Folgen. Bei den meisten dieser Unfälle handelt es sich um Alleinunfälle männlicher Fahranfänger, die in der Regel aufgrund von Selbstüberschätzung die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren.   Risikotest – Wie verhalten Sie sich in Risikosituationen? Risflecting® – Wie erlange ich Rausch- und Risikobalance?

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GESCHWINDIGKEIT

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Das Überschreiten von Tempolimits wird in Österreich oft noch als Kavaliersdelikt empfunden. Bei fast allen Unfällen mit Personenschaden ist Geschwindigkeit ein begleitender Faktor, wobei nicht angepasste Geschwindigkeit im Vergleich mit überhöhter Geschwindigkeit den weitaus größten Anteil an Unfällen verursacht. Je höher das Geschwindigkeitsniveau auf einem Streckenabschnitt, umso schwerer fallen die Unfälle aus. Schon eine kleine Verringerung des durchschnittlichen Temponiveaus wirkt sich merkbar positiv auf das Unfallgeschehen aus, und besonders stark auf die Zahlen von Getöteten und Schwerverletzten. Denn: Mit jedem zusätzlichen km/h wird der Anhalteweg verlängert und die Aufprallgeschwindigkeit steigt. Eine Kollision zwischen PKW und Fußgänger bei 50 km/h endet für mehr als 70 Prozent der Fußgänger tödlich. Bereits bei einem Aufprall mit 30 km/h stirbt einer von 10 Fußgängern. Ein Unfall bei 60 km/h endet so gut wie immer tödlich. Kinder sind bei der Kollision mit einem Auto völlig schutzlos. Je niedriger das Tempolimit ist, desto höher ist der Anteil der Überschreitungen. Geschwindigkeit ist bei den meisten Unfällen mit Personenschaden ein begleitender Faktor und bei rund 3 von 10 tödlichen Unfällen Hauptursache. Junge männliche Lenker sind nicht nur in der Statistik der Verkehrstoten überrepräsentiert, sie sind auch überdurchschnittlich oft die Hauptverursacher von Unfällen. Schon eine Temporeduktion um marginale 0,5 km/h in Ortsgebieten würde pro Jahr 3-4 ÖsterreicherInnen das Leben retten und 75 weniger Schwerverletzte bedeuten. Die meisten Getöteten sind auf Landstraßen zu verzeichnen (mit ca. 60%), dann folgt das Ortsgebiet (ca. 30%) und mit ca. 10% die Getöteten auf Autobahnen. Die meisten Getöteten sterben als Pkw-Insassen und Motorradfahrer auf Landstraßen, sowie als Fußgänger im Ortsgebiet. Video zur Veranschaulichung eines ungebremsten Aufpralls

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ALKOHOL

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Da Alkohol Auswirkungen sowohl auf Körper und Psyche hat, birgt er besondere Gefahr für den Straßenverkehr. Alkohol beeinträchtigt den Blickwinkel (Tunnelblick), verzögert die Verarbeitung von Reizen, verursacht Aufmerksamkeitsschwankungen, vermindert die Konzentrationsleistung und Reaktionsschnelligkeit. Warum alkoholisierte Personen trotzdem noch ein Fahrzeug lenken, liegt oft an der fehlerhaften Einschätzung der Alkoholwirkung. Zusätzlich wird die Selbsteinschätzung unter Alkoholeinfluss verfälscht und die Risikobereitschaft steigt. Mit jedem Zehntel Promille steigt das Unfallrisiko an. Bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand, bei 0,8 Promille steigt sie sogar auf das Fünffache. Der Promillewert gibt Auskunft über die Blutalkoholkonzentration (BAK), also den Anteil von Alkohol in einer bestimmten Menge Blut. Bereits ab 0,2 Promille stellt sich eine erhöhte Risikobereitschaft ein. In Österreich gilt seit 1998 die 0,5 Promille Grenze. Bei 0,8 Promille liegt die Risikobereitschaft bei 80% über dem Normalwert. Unser Körper baut Alkohol in gleichbleibender Geschwindigkeit (ca. 0,1-0,15 Promille pro Stunde) ab. Der Abbauprozess kann weder durch Kaffee, Wasser trinken, Sport etc. beschleunigt werden. Jugendliche reagieren empfindlicher auf Alkohol, da die Gehirnentwicklung erst mit ca. 25 Jahren abgeschlossen ist. Die Wirkung von Medikamenten kann durch Alkoholkonsum gesteigert oder reduziert werden. Folder Alkohol am Steuer

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ABLENKUNG

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Ablenkung (inkl. Unachtsamkeit) ist die häufigste Unfallursache im Straßenverkehr. Die Gefahr wird allgemein unterschätzt, weil viele von uns denken, dass wir locker mehrere Tätigkeiten gleichzeitig verrichten können. Doch diese Annahme ist ein Trugschluss, denn das menschliche Gehirn ist nicht zum Multitasking geschaffen. Stattdessen kommt es bei gleichzeitigem Ausführen mehrere Tätigkeiten zu einem erheblichen Konzentrations- und Leistungsverlust. Im Verkehr führt das zu Nichteinhalten von Verkehrsregeln, längeren Reaktionszeiten, Übersehen von wichtigen Dingen und unsicherem Verhalten, das wiederum zu Unfällen führt. Das Handy am Steuer gehört zu den gefährlichsten Ablenkungsfaktoren bei Autofahrern. Zusätzlich zum Telefonieren oder Texten (SMS, E-Mail, Internet, …) gehören aber auch Musik hören, Essen/Trinken bzw. nach etwas greifen zu den gefährlichsten Ablenkungen. Das Telefonieren (inklusive Handlungen zum Aufbau und Beenden eines Gespräches) während des Fahrens ist nur mit Benützung einer Freisprecheinrichtung zulässig. Bei der Nutzung des Handys als Navigationsgerät, ist eine Befestigung vorgeschrieben. Mehr als 1/3 aller Unfälle passieren durch Ablenkung Für einen Handy-Lenker ist das Unfallrisiko fünfmal höher als für einen Nicht-Telefonierer! Ein SMS-Schreibender benötigt bis zu fünf Sekunden um auf Gefahren zu reagieren! Unfallrisiko für SMS schreibende Lenker ist 23 Mal höher Telefonierende Fahrer begehen um 40 Prozent mehr Fahrfehler Die Konzentration eines Handy-Lenkers entspricht der eines alkoholisierten Lenkers am Steuer. Ablenkung = 0,8 Promille oder sogar mehr. Bei einer durchschnittlichen Ablenkung von 3 Sekunden habe ich bei 50 km/h bereits 42 Meter zurückgelegt, bevor ich überhaupt den Bremsvorgang einleite. Trotz allem: Pro Tag werden in Österreich während der Fahrt 200.000 SMS geschrieben und 900.000 Telefonate ohne Freisprechanlage geführt. Das heißt, viel zu viele von unseren Verkehrsteilnehmern sind im Blindflug unterwegs. Interaktive Online-Plattform: www.abgelenkt.at Fachartikel zum Thema Ablenkung

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